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Die Erde

in Gedichte 22.06.2010 01:48
von Sterntaler | 28 Beiträge

Die Erde spricht.

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,

habt mich verletzt und ausgebeutet.

Seit ewig hab ich euch gegeben,

was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,

lang hieltet ihr das Gleichgewicht,

habt urbar mich gemacht, gepflegt,

was ich euch bot, betreut, gehegt.

Doch in den letzten hundert Jahren

ist Satan wohl in euch gefahren.



Was in mir schlummert, wird geraubt,

weil ihr es zu besitzen glaubt.

Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,

verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,

umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,

seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

Habt furchtbar mich im Krieg versehrt,

kostbaren Lebensraum zerstört,

habt Pflanzen, Tiere ausgerottet,

wer mahnt, der wird von euch verspottet -

kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur

und respektiert nicht die Natur.




und euch, so wie ihr mich, verletzen.

Ich werde keine Ruhe geben,

an allen meinen Teilen beben,

schick euch Tsunamiwellen hin,

die eure Strände überziehn.

Vulkane werden Asche spein,

verdunkelt wird die Sonne sein.

Ich bringe Wirbelstürme, Regen,

bald werden Berge sich bewegen,

was himmelhoch ihr habt errichtet,

mit einem Schlag wird es vernichtet,

und Blitze, wie ihr sie nicht kennt,

lass fahren ich vom Firmament.



Ich kann es noch viel ärger treiben,

drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!



Hört, Menschen, was die Erde spricht -

denn ihr braucht sie, sie braucht euch nicht!

Dieses Gedicht wurde mir von einer Internetfreudin geschickt , mir gefiel es so gut , weil es
so treffend ist , Birgit ....


zuletzt bearbeitet 22.06.2010 01:52 | nach oben springen



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