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Die Geschichte vom kleinen Weihnachtsmann

in Geschichten 20.12.2009 16:42
von Wicki (gelöscht)
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Der klitzekleine Weihnachtsmann

Ein klitzekleiner Weihnachtsmann, er ist nicht mal so groß wie du, darf dieses Jahr zum erstenmal zu den Kindern gehen um ihnen die Geschenke zu bringen. So hat der Weihnachtsmannrat schon im Sommer beschlossen. Denn der klitzekleine Weihnachtsmann ist zwar klitzeklein, aber in diesem Jahr hatte er seinen 100. Geburtstag und das ist für einen Weihnachtsmann gerade das richtige Alter. Jetzt ist er alt. Und es dürfen nun mal nur alte Weihnachtsmänner mit grauem langem Bart zu den Kinder. So will es der Brauch.
Du mußt wissen, Weihnachtsmänner sind immer alt und sehr weise.

Als im die Kunde zugetragen wurde, dass ihm die große Ehre zuteil wird, beschloss er sein Gewand selber zu nähen. Viele Tage und genauso viele Nächte hatte er zu Hause gesessen um sich seinen klitzekleinen roten Mantel und die klitzekleine rote Zipfelmütze genäht.
Du weißt doch, Weihnachtsmänner haben immer einen roten Mantel und eine rote Mütze. Oder hast du schon einmal einen Weihnachtsmann in einem Pelzmantel oder mit einer Schildmütze gesehen ?

Als der klitzekleine Weihnachtsmann seine Bekleidung fertig genäht hatte, war er sehr froh, denn der klitzekleine Mantel und die klitzekleine Mütze passten ihm wie angegossen und am liebsten hätte er den Mantel und die Mütze nie wieder ausgezogen.
Doch es war noch keine Weihnachtszeit und bis dahin gab es noch viel zu tun.

Also zog der klitzekleine Weihnachtsmann, seinen neuen klitzekleinen roten Mantel und seine neue klitzekleine rote Mütze wieder aus, legte diese fein zusammengefaltet in eine bunte Schachtel und verschloss die Schachtel mit einem Deckel.
Die Schachtel stellte der Weihnachtsmann in die hinterste Ecke seines Kleiderschrankes. Dort würde bestimmt kein Dieb die Schachtel entdecken. So dachte er.
Und er ging unbeschwert und glücklich in die Weihnachtsmannwerkstatt. Dort waren schon sehr viele fleißige Weihnachtsmännerhände beschäftigt. Alle wollten sie pünktlich zum Weihnachtfest die Geschenke für die Kinder in ihren großen Weihnachtssack stecken können.

Auch der klitzekleine Weihnachtsmann hatte noch viel zu tun. Deshalb zog er sich seine klitzekleine Handwerkerschürze an und schaute auf einen großen Zettel den der klitzekleine Weihnachtsmann auf eine Leiter steigen musste , damit er auch die aufgeschriebenen Wünsche der Kinder esen konnte, die ihre Wünsche in den obersten Zeilen geschrieben haben.

Nun arbeitet der klitzekleine Weihnachtsmann wieder Tage und genauso viele Nächte ununterbrochen.
Er hatte so viel zu tun, dass er das Essen und Trinken vergaß, auch an den Schlaf dachte er nicht.

Ein Weihnachtsmann kann zwar ohne Essen und Trinken leben, aber ohne Schlaf, das kann sogar ein Weihnachtsmann nicht und ab und zu vielen ihm im Stehen die Augen zu. Dann träumt er von bunt geschmückten Weihnachts-
bäumen, von Lebkuchen und Plätzchen, und von seiner ersten großen Reise in das Land der Menschen.

Schlafen tat er immer weniger, je näher das Weihnachtsfest kam. Er musste sich beeilen. Noch viele Geschenke musste er herstellen und einpacken. Jedes Kind wollte sein Geschenk zu Weihnachten von ihm bekommen.
Der klitzekleine Weihnachtsmann war sehr fleißig gewesen, das sagte sogar der Oberhandwerksmeister. Und eines Tages, es war der 24. Dezember waren alle Geschenke in buntes Weihnachtpapier eingepackt und mit rotem Schleifenband
verschnürt. Die anderen Weihnachtsmännerwaren mit ihren Schlitten schon
zu den Kindern unterwegs.
Der klitzekleine Weihnachtsmann holte die Schachtel aus dem Schrank.

Na du weißt hoffentlich noch, was der Weihnachtsmann dahinein
gelegt hatte?

Schnell zog er sich den Mantel und die Mütze an.
Doch den Sack mit den Geschenken konnte er nicht tragen. Der Sack war viel zu groß. Große Kullertränen rannen über seine Wangen. Und ganz traurig war der klitzekleine Weihnachtsmann.

Der Oberhandwerksmerksmeister wunderte sich schon, dass der letzte Schlitten noch nicht weggefahren war und suchte den kleinen Weihnachtsmann.
Er konnte nicht verstehen, weshalb der kleine Weihnachtsmann so traurig war, denn er wusste, dass jeder Weihnachtsmann einen Wunsch frei hatte. Und jeder wünschte sich zu Weihnachten groß zu sein.
Das hatte der klitzekleine Weihnachtsmann ganz vergessen.

Schnell waren die Traurigkeit vergessen.
Und Lachend stand ein großer Weihnachtsmann, mit einem großen Sack auf dem Rücken vor dem letzten Schlitten.

Nun konnte er zum ersten Mal in seinem Leben den Kindern Geschenke bringen und wenn es zum Heiligabend an deiner Tür klopft, dann wird es unser klitzekleiner Weihnachtsmann sein.
Öffne schnell die Tür , denn der Weihnachtsmann hat noch einen langen Weg vor sich.



Regina Schubert 17.12.03


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